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FFW- Wissen

 

Allgemeines

Was sind BOS?

BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Darunter zählen die Polizei, das Bundeskriminalamt, Bundeszollverwaltung, Katastrophenschutzeinheiten, Rettungsdienste, das Technische Hilfswerk, andere Hilfsorganinsationen und auch die Feuerwehr. Diese können unter besonderen Umständen in enger Zusammenarbeit Einsätze effektiver erfüllen.

Woraus ist die normale Luft zusammengesetzt?

Die uns umgebende Luft ist ein Stoffgemisch aus mehreren verschieden Gasen. Der Hauptbestandteil ist mit 78 % der Stickstoff. Er ist in dieser Konzentration für die Lebewesen ungefährlich. An zweiter Stelle steht das für alle heterotrophen Organismen wichtigste Element: der Sauerstoff. Jeder Mensch atmet über die Luft ca. 21 % ein und atmet wieder 17 % aus. Gleichzeitig befindet sich noch 0,04 % Kohlenstoffdioxid in der Luft. Beim Ausatmen ist sein Anteil auf 4,04 % angestiegen. Es gibt noch weitere Edelgase in der Luft. Sie schwanken je nach Standort und sind z.B. Helium, Neon, Argon usw.


Das Verhältnis von Sauerstoff und Kohlendioxid in der Luft ist wichtig für das Überleben. Sinkt die Konzentration von Sauerstoff und ist zu viel Kohlendioxid in der Umgebungsluft (z.B. bei einem Schwelbrand) wird es für Menschen lebensgefährlich. Kohlendioxid hat weiterhin die Eigenschaft Sauerstoff zu verdrängen (siehe eine öffnende Mineralwasserflasche).

Wann tritt ein Sauerstoffmangel ein?

Normalerweise ist der menschliche Organismus auf eine Sauerstoffkonzentration von 21 % gewohnt. Sinkt das Verhältnis aber bereits leicht ab, dann nimmt auch die geistige Konzentration ab. Atmen zum Beispiel sehr viele Schüler in einem geschlossenen Klassenraum, dann ist die Leistungsfähigkeit vermindert. Bei einem Brand in geschlossenen Räumen kann es schnell zu einem Sauerstoffabfall unter 17 % kommen. Hier ist größte Eile geboten sich in Sicherheit zu bringen, da bei einem weiteren Verlust unter 15 % die Bewusstlosigkeit eintritt. Da ein Feuer Sauerstoff verbraucht und auch Kohlendioxid produziert, was den Sauerstoff wieder verdrängt, kann bei nicht erfolgender Rettung sehr schnell der Tot eintreten.


Aus diesem Grund gibt es seit 2010 die Pflicht Rauchmelder zu installieren, da man Sauerstoffmangel nicht wahrnehmen kann z.B. kein Riechen möglich. Aus diesem Grund würde man im Schlaf einfach dem Erstickungstot zum Opfer fallen.

 

Einsatz

Was bedeutet das Wort "Florian" für die Feuerwehr?

Der heilige Sankt Florian war einst der Schutzpatron der Feuerwehr.


Die Kennung “Florian” wird im Funkverkehr der Feuerwehr genutzt. Feuerwehrleute werden als Floriansjünger oder Florianjünger bezeichnet. Deshalb kennzeichnet dieses Wort die Feuerwehr und grenzt sie im Funkverkehr von anderen Hilfsorganisationen (Polizei oder Rettungsdienst) ab.

Was muss ich bei einem Verkehrsunfalll alles tun?

Stellen wir uns folgende Situation vor: Sie fahren mit ihrem Auto bei Nacht auf der Landstraße und kommen an einem PKW vorbei, der rechts im Straßengraben liegt. Niemand anderes ist zu sehen. Als Autofahrer ist es ihre Pflicht anzuhalten und zu helfen!


Da jeder in so einer Situation häufig sehr aufgeregt und auch unsicher ist, kann man sich an die folgenden Regeln halten, ohne dabei etwas Falsches zu tun.


1.Absichern
Bevor Sie anderen Personen helfen, müssen Sie ersteinmal ihre eigene Sicherheit gewähren, indem sie das Warndreieck ihres PKW in angemessener Entfernung am rechten Straßenrand aufstellen. Da es bereits dunkel ist, vergessen sie nicht ihr Fahrzeug zu beleuchten und das Warnblinklicht einzuschalten. Sehr vorbildlich und sicher ist es ausserdem eine Warnweste anzuziehen.


2. Untersuchen und Notruf
Um einen Notruf abzusetzen, benötigen Sie genauere Informationen über die Person/en im Fahrzeug und den Unfallort.
Prüfen Sie daher zuerst die Vitalfunktionen der Verletzten (Atmung, Körperwärme und Reaktion). Wenn Sie 112 wählen, denken Sie an folgende 5 W:
Wo  ist der Unfall?
Was ist passiert?
Wieviele Personen sind betroffen?
Welche Verletzungen liegen vor? (Ansprechbar?, Atmung?)
Warten auf Rückfragen!

3. Erste Hilfe
Beginnen Sie bis zum Eintreffen des Notarztes mit Sofortmaßnahmen. Diese sind je nach Lage unterschiedlich. Besuchen Sie lieber noch einmal einen der zahlreichen Wochenend-Erste-Hilfe-Kurse, um in diesem Gebiet effektiv zu handeln und leben zu retten.
Es ist nicht ihre Aufgabe, den Verletzten zu behandeln, denn das macht der Arzt. Sie sollen in dieser Zeit schlimmere Umstände, wie Unterkühlung oder Fallen in Bewusstlosigkeit verhindern.


Nach Eintreffen des Rettungsdienstes ist ihre Aufgabe meist erfüllt.

Welche Gefahr stellt Salzsäure dar?

Salzsäure ist eine chemische Verbindung, die auch als Chlorwasserstoffsäure zu bezeichnen ist, da sie aus den Elementen Chlor und Wasserstoff besteht (HCl).
Chlorwasserstoff ist chemisch gesehen ein Gas, das erst durch Lösen in Wasser zur flüssigen Salzsäure wird. Diese entstandene wässrige Lösung enthält nun, Wasserstoff- (Kation) und Chloridionen (Anion), die als freie Ladungsträger im Wasser beweglich sind. Daraus ergibt sich die Gefahr der elektrischen Leitfähigkeit, auf die jeder Acht geben sollte.
Wie bereits erwähnt, bilden die Wasserstoff- und Chloridionen ein Gas, was aus der wässrigen Lösung entweicht (=Verdampft) und beim Einatmen einen charakteristisch stechenden Geruch verursacht. Des weiteren führen die agressiven Eigenschaften dieser chemischen Verbindung bei Berührung mit der Haut, Nasenschleimhäuten oder anderen Körperteilen zu gefährlichen Verätzungen, die im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen können. Zum Beispiel kann der falsche Umgang zu Lungenentzündung beim Einatmen, Blasenbildung auf der Haut oder innerere Verätzungen durch Inkorporation führen.
Die die gelösten Ionen sehr reaktionfreudig sind, führt Salzsäure häufig zu Zersetzung von Polymeren bzw. Kunststoffen und auf längere Zeit auch zur Reaktion mit Metallen (außer Edelmetalle).


Gefahrguttransporter, die mit Salzsäure beladen sind, erkennt man an den orange gefärbten Warntafeln vorne und hinten am Fahrzeug.
Dabei gibt die obere Zahl die Gefahr des Stoffes an. In diesem Fall wäre das eine 8 für die ätzende Wirkung. Auch durch den Buchstaben C abgekürzt.
Die darunter stehende Zahl bezeichnet den Gefahrenstoff selbst.
Der Transport von konzentrierter Salzsäure (34%) erfordert daher größte Vorsicht. Es gibt keine hundertprozentige Salzsäure, da, wie bereits erwähnt, das Gas gelößt werden muss. Man spricht dehalb bereits bei 37% von hochkonzentriert.

Was bedeutet UTM?

UTM steht für Universal Transverse Mercator Projektion. Das ist eine Einteilung der Erdoberfläche nach dem Grundprinzip eines Koordinatensystems. Es wurde ursprünglich vom US-amerikanischen Militär entwickelt.
Es basiert auf der geographischen Einteilung in Längen- und Breitengrade. Von diesen aus werden Zonenfelder auf der Erde gebildet, die wiederum in 100km Quadrate aufgeteilt sind. Innerhalb dieser sind auf entsprechenden Karten km- Angaben verzeichnet, die eine weitere Präzisierung darstellen und gleichzeitig den Abstand zu den Orientierungsmeridianen angeben. Die Fixierung eines genauen Objektes innerhalb dieser Fläche ist durch "anlegen" eines Planzeigers möglich.

Die Anwendung dieses Verfahrens erfordert zwar etwas Sachverstand, wird aber im Katastrophenschutz immer stärker angewendet, um Einsätze lokalisieren zu können.

Was bedeutet G 26-3?


Die G 26-3 bezeichnet eine ärztliche Untersuchungsart für die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr. Dabei gibt es eine Erstuntersuchung, die jeder auszubildende Atemschutzgeräteträger nachzuweisen hat. Ein Amts- oder Betriebsarzt führt dabei eine allgemeine Untersuchung durch (Befragung, körperliche Untersuchung, Blut- und Urinbild). Zusätzlich werden die einsatzbezogenen Voraussetzungen getestet (Hör- und Sehtest, Überprüfung der Lungenleistung und ein Röntgenbild der Lunge) und ein Belastungs-EKG durchgeführt. Liegen die Ergebnisse in der gesetzlichen Vorgabe, dann ist die Einsatzkraft tauglich und erhält die G 26-3 und darf sich zum Atemschutzgeräteträger ausbilden lassen.


Eine Nachuntersuchung für eingesetzte Atemschutzgeräteträger ist alle ein bis drei Jahre notwendig (je nach Ermessen des Arztes). Haben sich die Werte verschlechtert und liegen außerhalb der Norm, dann wird die G 26-3 nicht erteilt und der Kamerad ist vom Atemschutzeinsatz ausgeschlossen.
Ab dem 50. bis 60. Lebensjahr muss eine jährliche Untersuchung stattfinden.


 

 

Mannschaft

Wie viel sind eine Gruppe?

Eine Gruppe ist eine Einheit von Feuerwehrleuten. Dazu werden acht Feuerwehrleute und ein Gruppenführer benötigt. Dabei gibt es den Angriffstrupp, Wassertrupp und Schlauchtrupp, die jeweils aus einem Truppführer und einem Truppmann bestehen. Hinzukommt ein Maschinist und ein Melder. Alle haben im Einsatz eine genau festgelegte Funktion.


Bei der Feuerwehr gibt es zum Beispiel noch eine Staffel, die aus einem Staffelführer und fünf Feuerwehrleuten besteht. In der Staffel gibt es dann nur noch den Angriffstrupp, den Wassertrupp, die jeweils aus Truppführer und Truppmann bestehen. Hinzukommt noch ein Maschinist. Die häufig grösste Einheit ist ein Zug, der aus einem Zugtrupp und zwei Gruppen besteht, der Zugtrupp besteht aus einem Zugführer und seinem stellvertreter, einem Maschinist, sowie einem Melder. Als größte jedoch seltenste Einheit bei der Feuerwehr gibt es den Verband der aus mindestens 2 Zügen und einem Führungstrupp besteht und von einem Verbandsführer geführt wird.

Welche Diensgrade gibt es?

Bei der Feuerwehr unterscheidet man den Dienstgrad bzw. den Rang der Kameraden in erster Linie nach ihrer absolvierten Ausbildungsstufe. Wichtig dabei ist, dass der Dienstgrad nicht mit der Funktion des Kameraden gleichzusetzen ist. Das heißt es gibt noch einmal eine gesonderte Einteilung der Feuerwehrleute in ihren Funktionen.


Man unterscheidet grundlegend in zwei Gruppen von Dienstgraden: dem Mannschaftdienstgrad und dem Führungsdienstgrad.


Mannschaftsdienstgrad



  1. Feuerwehrmann Anwärter

  2. Feuerwehrmann (FM)

  3. Oberfeuerwehrmann (OFM)

  4. Hauptfeuerwehrmann (HFM)

  5. Löschmeister (LM)

  6. Oberlöschmeister (OLM)


Offiziersdienstgrade



  1. Hauptlöschmeister (HLM)

  2. Brandmeister (BM)

  3. Oberbrandmeister (OBM)

  4. Hauptbrandmeister (HBM)


Diese Rangfolge wäre je nach weite der Ausführung noch fortsetzbar. Die folgenden Führungsdienstgrade treffen auf unsere freiwillige Feuerwehr allerdings nicht mehr zu.


Sie können sich in der Fotogalerie unter dem Artikel Dienstgradabzeichen die verschiedenen Schulterstücke anschauen.

Was ist eine taktische Einheit?

Man bezeichnet in der Feuerwehr eine taktische Einheit als eine Mannschaft, die mit einer bestimmten Personenstärke zu einem Einsatz ausrückt und dort mit Hilfe von entsprechenden Einsatzmitteln die befohlenen Aufgaben übernimmt.


Diese Aufgaben sind in der Regel immer die Personenrettung, Löschwasserbereitstellung und natürlich die Brandbekämpfung.


Je nachdem in welcher Stärke die Feuerwehr ausrückt, gibt es unterschiedliche Mannschaften. In der Regel bilden neun Feuerwehrmänner/-frauen eine Gruppe. Sollten einmal weniger Einsatzkräfte bereitstehen, so können sechs Personen als Staffel antreten.


In besonderen Fällen, wie zum Beispiel die Besatzung eines Leiter- oder Rüstwagens, ist auch eine Zusammenarbeit von drei Feuerwehrangehörigen in einem sogenannten Selbständigen Trupp möglich. Bei Großeinsätzen mit ca. 22 Feuerwehrmännern/-frauen rückt ein Zug zur Brandbekämpfung vor.


In jeder dieser taktischen Einheiten (Selbständiger Trupp, Staffel, Gruppe oder Zug) gibt es einen Einheitsführer (Gruppenführer eines Selbständigen Trupps, Staffelführer, Gruppenführer oder Zugführer) und Trupps, die wiederum aus einem Truppführer und Truppmann bestehen.


So kann der Einheitsführer im Einsatz jedem entsprechendem Mitglied seine Aufgabe zuweisen, deshalb entspricht dieses Vorgehen einer Taktik.

Welche Aufgaben hat der Gruppenführer?

Der Gruppenführer steht als oberste Einheit einer Gruppe vor, die wiederum aus einem Melder, einem Maschinisten und drei Trupps mit jeweils zwei Feuerwehrmänner/-frauen besteht.


Er ist für die Führung dieser Gruppe verantwortlich, indem er jedem Trupp vor Einsatzbeginn einen genau bestimmten Einsatzbefehl gibt. Dabei muss er sich frei auf dem Einsatzgelände bewegen können und die Situation beobachten, um entsprechende Befehle zu verteilen.


Nur der Gruppenführer darf über die Änderung eines Einsatzplans entscheiden, denn er ist für die Sicherheit aller Personen und das Gelingen des Einsatzes verantwortlich.

Wer darf als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden?

Bevor ein aktiver Feuerwehrmann unter Atemschutz in den Eisatz gehen darf, muss er dazu eine drei-tägige Ausbildung an der Feuerwehrschule erfolgreich absolviert haben. Die Voraussetzungen dafür sind das vollendete 18. Lebensjahr sowie eine abgeschlossene Feuerwehrgrundausbildung (Stand: Truppmann) und der Sprechfunkerausbildung. Neben dem theoretischen Grundwissen muss die körperliche Leistungsfähigkeit für den Einsatz gegeben sein. Diese wird durch einen Betriebs- oder Amtsarzt alle ein bis drei Jahre festgestellt. Genügt die körperliche Leistung des Kameraden nicht, bekommt dieser keine Erlaubnis, um am Atemschutzeinsatz teilzunehmen. Weiterhin muss jeder einsatzbereite Atemschutzgeräteträger einmal jährlich einen Belastungstest mit Durchlaufen einer Atemschutzübungsanlage über sich ergehen lassen. Wenn alle diese Voraussetzungen erfüllt sind, dann darf der Feuerwehrangehörige in den Atemschutzeinsatz gehen, außer er steht zu diesem Zeitpunkt unter Alkohol- oder Drogeneinfluss bzw. ist gesundheitlich eingeschränkt (Erkältung).

 

Technik

Was gehört zur persönlichen Ausrüstung der Feuerwehr?
Das Wichtigste ist der Schutzanzug (Jacke und Hose), der den Feuerwehrmann/ Feuerwehrfrau vor Hitze und Feuer schützen soll. Dazu kommt der Helm, der den Kopf vor Verletzungen bewahrt und den Nacken vor Verbrennungen durch Glut oder Funken. Die Hände und Füsse werden durch feuerfeste Handschuhe und Stiefel geschützt.
Es gibt noch weitere Hilfsmittel, die der Feuerwehrmann für seine Arbeit benötigt. Der Haltegurt hilft beim Abseilen aus oberen Etagen von Häusern.
Teilweise sind die Brandbekämpfer noch mit einer Feuerwehraxt/ -beil ausgestattet, um sich im Notfall den Weg freizumachen.
Der Angriffstrupp gelangt zuerst in ein brennendes Gebäude und benötigt dazu ein Atemschutzgerät.
Was bedeuten die Brandklassen auf einem Feuerlöscher?

Der Feuerlöscher ist ein tragbares Löschgerät zur Bekämpfung von Kleinbränden, wie zum Beispiel Papierkorb- oder Küchentopfbrände.
Die Befüllung eines entsprechenden Feuerlöschers richtet sich nach seiner Tauglichkeit verschiedene Materialbrände zu löschen.


Die Klasse A sind brennende Feststoffe, wie zum Beispiel Papier oder Holz. Für diese Art von Bränden reicht bereits Wasser aus, da die Temperaturen noch relativ gering sind und keine weiteren Gefahren wie Explosionen bestehen.


Die Brandklasse B beeinhaltet alle flüssigen und flüssig werdenen Stoffe, wie zum Beispiel Frittierfett oder -öl. Hierführ werden meist Schaumlöscher verwendet, da normales Wasser die brennden Flüssigkeit nur verteilen würde oder zum Bespiel bei Fettbränden zur Stichflamme führt.


Zur Brandklasse C gehören brennende Gase, wie zum Beispiel Propangas oder Erdgas. Bei Gasbränden ist vor allem das Abdrehen der Gasleitung entscheidend, bevor das Löschen beginnt.


Die seltene Klasse D ist für Metallbrände, unter sehr hohen Temperaturen. Magnesium verbrennt zum Beispiel unter einer sehr hellen und heißen Flamme, sodass jeder Tropfen Löschwasser zur Explosion (Knallgasreaktion) führt.


Die Klasse F ist für Fettbrände geeignet. Bei Bränden der Klasse F darf niemals mit Wasser gelöscht werden.


Bitte vergewissern Sie sich vor der Benutzung von Feuerlöschern, ob ihr Gerät auch für den enstprechenden Brand geeignet ist, denn ein falsches Benutzen kann schlimme Folgen haben. Aber in erster Linie ist es wichter überhaupt einen Feuerlöscher zu Hause zu haben und ihn im Ernstfall richtig einzusetzen. Die meisten gibt es in der Ausführung ABC. Diese eignen sich für die meisten Kleinbrände im Haushalt.


Bitte rufen Sie im Zweifelsfall immer die Feuerwehr, denn auch Kleinbrände können leicht unterschätzt werden und sich rasend schnell zu einem ganzen Wohnungsbrand entwickeln.

Wie entsteht ein Brand?

Die Frage, was ein Feuer ist, lässt sich chemisch ganz einfach ausdrücken: eine Oxidation.


Das bedeutet das ein entsprechender Stoff mit dem Sauerstoff aus der Luft reagiert und dabei meist Energie frei wird, die wir als Wärme spüren und als Flamme sehen.


Die Vorraussetzungen für einen Brand sind daher die Anwesenheit eines brennbaren (oxidierbaren) Stoffes, Luftsauerstoffs und einer Zündenergie. Wenn diese Bestandteile in einer richtigen Konzentration zueinander stehen, kann sich ein Feuer breit machen.


In der Praxis bedeutet das, wenn ein beliebiger Gegenstand im Haus (z.B. Holzmöbel, Stoffcouch, Bücher und Zeitungen etc.) in einem Sauerstoffreichen Raum steht, ist nur ein eine kleine Zündquelle zum Beispiel einer glimmenden Zigarette notwendig, um innerhalb von ca. zwei Minuten einen Brand entstehen zu lassen. Viele Menschen unterschätzen dabei die hohe Ausbreitungsgeschwindigkeit eines Feuers. Auch in einem Zimmer mit geschlossenem Fenster befindet sich im Durchschnitt 19- 21 % Sauerstoff, der locker ausreicht, um das Verbrennen in Gang zu bringen.


Die Entzündungstemperaturen verschiedener Stoffe sind ganz unterschiedlich. Sehr geringe Entzündungstemperaturen besitzen Webstoffe (Polster und Kleidung) und Papier. Hier sollte man besonders vorsichtig sein, denn bereits eine Zigarette kann in Sekunden einen Brand verursachen.
Metalle haben eine relativ hohe Entzündungstemperatur. Verhältnismäßig schnell fangen Aluminium und bestimmte Legierungen (z.B. Autokarosserie) an zu brennen. Hiefür muss aber bereits eine hohe Brandtemperatur herrschen.

Warum kann ein Brand gelöscht werden?

Diese Frage klingt vielleicht im ersten Moment etwas zu einfach, doch ein Feuer zu beenden, funktioniert nicht immer nur durch einfaches Löschen mit Wasser.


Bei einem Brand stehen die drei Faktoren: Brennbarer Stoff, Sauerstoff und eine Zündquelle im Mittelpunkt. Logisch gesehen, muss einer dieser Faktoren beseitigt werden, um einen Brand zu löschen.


1. Erstickt man einen Brand, so entzieht man ihm den notwendigen Sauerstoff aus der Luft und die Verbrennung (Oxidation) kann nicht mehr ablaufen. In der Praxis verwendet man häufig dazu Löschdecken, Löschpulver/ -schaum oder Sand zum Zuschütten.


2. Beim Stoffentzug wird dem Brandherd der brennbare Stoff entzogen.Bei einem Gasbrand muss der Hauptregler abgestellt werden, sodass der Nachschub ausbleibt und das Feuer eigedämmt wird.


3. Die klassische Art ein Feuer zu löschen funktioniert durch Wärmeentzug. Dafür eignet sich hervorragen das Wasser. Wasser kann die Wärmeenergie seiner Umgebung aufnehmen und dadurch die notwendige Reaktionsenergie senken. Der Verbrennung (Oxidation) fehlt die Energie, um zu reagieren.